Larry Flynt – Die nackte Wahrheit (1996)

Hauptsache Popcorn Film-Tipp

Originaltitel: The People Vs. Larry Flynt

Produktion: USA

Genre: Biopic

Regie: Miloš Forman

Darsteller: Woody Harrelson, Courtney Love, Edward Norton, Brett Harrelson, Donna Hanover, James Cromwell, Crispin Glover, Vincent Schiavelli, Larry Flynt u.a.

Handlung: Larry Flynt will Werbung für seinen Stripclub machen und gründet dafür 1974 die Zeitschrift Hustler. Das Männermagazin, das neben Nacktbildern von Flynts Tänzerinnen auch satirische Artikel enthält, wird schnell sehr erfolgreich. Doch konservative Rechte machen Larry für den amerikanischen Sittenverfall verantwortlich und verklagen ihn wegen der Verbreitung von Pornografie. Zusammen mit seinem Anwalt Alan Isaacman kämpft Larry für die Meinungsfreiheit, aber das hinterlässt bald Spuren.

Länge: 130 Minuten

Altersfreigabe: ab 12 Jahre

Filmausschnitt

Öffentliche Wertung

Robert Cherkowski von Filmstarts ist der Meinung, Miloš Forman setze Larry Flynt mit dem Film „ein packendes Denkmal“. Bei der „angenehm trockenen und ambivalenten“ Darstellung, „die zwar Sympathie und Verständnis für den Protagonisten aufkommen lässt, sich jedoch immer eine gesunde Distanz zum Gezeigten bewahrt“, überzeugt das Ensemble, „ohne zu offensichtlich auf die Oscars zu schielen“. „So sticht besonders Kurt Cobains Witwe Courtney Love“ zunächst „als selbstbewusster junger Hüpfer oder später als heruntergekommener Junkie“ hervor und „überzeugt auf ganzer Linie“. Doch auch Woody Harrelson „mit fiesem Minipli und einem herrlich nöligem Südstaatenslang“ weiß als „kontrollsüchtiger Lüstling mit prahlerischen Tendenzen“ zu überzeugen. Neben diesen beiden Darstellern „verblasst der Rest des Casts ein wenig“, wobei Edward Norton, der in „zahlreichen Gerichtsszenen mit einigen großartigen Monologen auftrumpft“, und Crispin Glover „aus dem durchweg guten Aufgebot an Darstellern hervorzustechen“ wissen. Durch einen „bewusst unspektakulären Szenenaufbau und einen leicht »verstörenden«“ – „schnellen, aber nie hektischen“ – „Schnitt, der nicht auf die klassischen Hollywoodmomente abzielt“, gelingt es Forman einen „angenehm unsentimentalen und entschlackten Eindruck“ zu erzielen und „das übliche Pathos“ zu vermeiden. Cherkowski resümiert, dass es sich bei dem „breitgefächerten Sittenbild“, das „in zwei Stunden auf den Punkt“ kommt, um „ein Musterbeispiel für klassisches, ökonomisches Erzählen auf hohem Niveau“ handelt. Der Film sei somit ein „moderner Klassiker, der auch beim wiederholten Schauen immer wieder Spaß macht“, wofür Cherkowski viereinhalb von fünf möglichen Punkten vergab.

Quelle: Wikipedia

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