Hauptsache Popcorn Film-Tipp
Originaltitel: Cape Fear
Produktion: USA
Genre: Psychothriller
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Robert De Niro, Nick Nolte, Jessica Lange, Juliette Lewis, Joe Don Baker, Robert Mitchum, Gregory Peck, Martin Balsam, Illeana Douglas u.a.
Handlung: Anwalt Sam Bowden lebt mit seiner Familie unbeschwert in einer Kleinstadt. Eines Tages kommt Verbrecher Max Cady nach langer Haft frei. Bowden hatte vor Jahren nicht ganz legal für dessen Verurteilung gesorgt. Jetzt sinnt Cady auf Rache. Und dabei schreckt er auch nicht davor zurück, Sams 16-jährige Tochter Dani zu missbrauchen.
Länge: 128 Minuten
Altersfreigabe: ab 16 Jahre
Trailer
Öffentliche Wertung
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 13. November 1991, der Film sei eine „beeindruckende“ Produktion. Sie zeige Martin Scorsese als einen Meister eines traditionellen Hollywoodgenres, der fähig sei, es seinen eigenen Motiven und Obsessionen anzupassen. Ebert erklärte dies anhand des Charakters Sam Bowden, der im Original als „guter“ Mensch auftrat, in dieser Version dagegen „voller Fehler“ und „schuldig“ sei.
Das Lexikon des internationalen Films war der Ansicht, das Remake unterlaufe „die kinoübliche Konstellation durch den Entwurf eines deprimierenden Gesellschaftsporträts“, und zog das Fazit: „Ein virtuos inszenierter, komplexer Film, hinter dessen gewalttätigem Äußeren sich die Klage über den Verlust an Integrität und Menschlichkeit verbirgt.“
Cinema schrieb, Scorsese reichere seine Neuverfilmung mit „facettenreichen Figuren“ und „krasser Gewalt“ an. Das Fazit der Seite: „Böse, brutal, fesselnd: pures Adrenalinkino.“
Prisma Online befand, es sei Scorsese durchaus gelungen, einen Film zu drehen, mit dem der Zuschauer „auf die Folter gespannt“ werde, denn ihn erwarte „ein starkes Stück Kino über einen selbstgerechten Zuchthäusler, der alles daran setzt[e], eine Familie zu zerstören“. „Obwohl spannend“, komme der Film aber „trotzdem nicht an den Klassiker mit Mitchum“ von 1962 heran.
Kino.de zeigte sich beeindruckt und drückte das folgendermaßen aus: „Mit dem ersten Thriller seiner Laufbahn, einem Remake des Schockers ‚Ein Köder für die Bestie‘ von 1962, schuf Meisterregisseur Martin Scorsese (‘GoodFellas’) einen erschütternden Höllentrip um Schuld und Sühne.“ Der Film biete ein „wahnwitziges Trommelfeuer von aggressiven Schnitten, bedrohlichen Kamerafahrten und immer wieder schroff explodierender Gewalt“. Abschließend hieß es: „Ein komplexes, an Spannung nicht mehr zu überbietendes Meisterwerk, dem ein Spitzenplatz in den Charts sicher ist.“
Quelle: Wikipedia